WKO: (K)Ein Stück vom großen Werbe-Kuchen für Migrantenmedien?

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Mehr als 30% der Wiener Unternehmer haben einen sogenannten Migrationshintergrund. Oft hört man das von Funktionären der Wirtschaftskammer. Besonders oft hört man das auf WKO-Galas zur Feier von Vielfalt und Integration. Wie wichtig sind aber Unternehmer mit Migrationshintergrund für die Wirtschaftskammer?

Würde man die Wichtigkeit mit den Mitteln messen, die die WKO für die Kommunikation mit Migranten in ihrer Muttersprache aufbringt, wäre sie nicht wirklich groß. Nachdem kürzlich NEOS-Klubobmann Matthias Strolz die WKO für ihre Inseratschaltungen im Jahr 2015 in Höhe von 16,6 Millionen Euro kritisierte (zum Vergleich: die Arbeiterkammer schaltete Inserate im gleichem Zeitraum im Wert von „nur“ 3,5 Millionen), kontaktierten wir die WKO und baten um eine Antwort auf folgende Frage: „Wie viel von den 16,6 Millionen Euro Budget für Inserate wurde für sogenannte Migrantenmedien ausgegeben?“

Martin Sattler, Pressesprecher der WKO, verwies uns in seiner knappen Antwort auf die Veröffentlichungen der „Medientransparenzdatenbank“ in der, seiner Aussage zufolge, alle Details zu finden seien. Wir haben nachgesehen, es stehen in der Publikation keine Details darüber, wie viel die WKO 2015 in Migrantenmedien schaltete. Mit Verweis auf das Dokument fügte Sattler hinzu: „Generell kann ich Ihnen aber mitteilen, dass 80% unserer Inserate dazu dienen, die Mitglieder über unsere Services, unsere Leistungen (incl. Wifi) zu informieren. Der Rest entfällt auf die Kommunikation interessenpolitischer Themen.“

Da wir annehmen, dass Herr Sattler mehrjährige Erfahrung in Beantwortung von Anfragen besitzt, nehmen wir an, dass er bewusst eine Antwort ohne konkrete Antwort schickte. Bleibt die Frage nach dem Warum.

Dino Šoše

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