Wien ist schwul, behindert, türkisch!

0

Und vieles mehr. Vielfalt und Wien sind unzertrennlich – das zeigten wir auch heuer wieder mit der „6. Wiener Integrationswoche“. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe fanden vom 11.-22. Mai 2016 mehr als 200 Events im Zeichen der Wiener Vielfalt statt. Eröffnet wurde die „6. Wiener Integrationswoche“ mit einer fulminanten Gala im Wiener Museumsquartier.

Mehr als 350 geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik, Medien, Kunst und Kultur feierten den Auftakt der 6. Wiener Integrationswoche, welche heuer unter dem Motto „Wien ist schwul, behindert, türkisch. Und vieles mehr!“ stattfand. Die Eröffnungsgala war ebenso erfolg- wie abwechslungsreich: Nach begrüßenden Worten von Dino Šoše, Initiator der Integrationswoche, und Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger wurde bereits zum vierten Mal der MigAward – der Preis der österreichischen MigrantInnen – verliehen. Durch den Abend führte ORF-Moderatorin Ani Gülgün-Mayr.

Vom ewigen Nebeneinander zum Miteinander

„Wir müssen vom ewigen Nebeneinander zum Miteinander kommen“ – so lautete der Appell des Initiators der „Wiener Integrationswoche“ und Bum Media Geschäftsführers Dino Šoše bei seiner Eröffnungsrede zur „6. Wiener Integrationswoche“. „Wien ist zwar die sicherste Großstadt der Welt, aber auch wir haben Probleme. Wir müssen uns Konflikten, kulturellen, ebenso wie sozialen, stellen und sie friedlich austragen, ohne dabei ganze Gruppen zu stigmatisieren. Wir dürfen dieses Feld nicht den Populisten und Rassisten überlassen und gerade deshalb müssen wir darüber sprechen und selbst aktiv werden.“, sagte Šoše anlässlich der Eröffnung.

Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger betont: „Wien ist Vielfalt, wir leben das aktiv. Unsere Stadt ist bunt, vielfältig und solidarisch. Wien war seit jeher eine Zuwanderungsstadt, MigrantInnen waren immer Teil dieser Stadt. In diesem Sinne freue ich mich sehr, dass die Wiener Integrationswoche heuer bereits zum 6. Mal stattfand!“

Highlight: MigAward-Preisverleihung

Als großes Highlight des Abends wurde der Preis der Österreichischen MigrantInnen verliehen. Die MigAwards überreicht haben namhafte VertreterInnen aus Politik und Kultur, wie Herbert Buchinger  (AMS-Vorstand), Barbara Eppensteiner (OKTO-Programmintendantin), Christian Meidlinger (Vorstandsvorsitzender des waff), Beate Meinl-Reisinger (Klubvorsitzende der NEOS Wien), Georg Niedermühlbichler (Bundesgeschäftsführer der SPÖ), Mario Rieder (Geschäftsführer der VHS Wien), Maximilian Schulyok (bz-Geschäftsführer), Ursula Struppe (Leiterin der MA17) und Gabriele Tatzberger (Wirtschaftsagentur Wien). In fünf Kategorien wurden Organisationen und Projekte ausgezeichnet, die sich besonders für die Partizipation von MigrantInnen einsetzen.

Als Persönlichkeit des Jahres 2016 ging Peter Hacker, Wiener Flüchtlingskoordinator, hervor. Er wurde für seinen Einsatz beim Schaffen von Unterkünften für Flüchtlinge. In der Kategorie Projekt des Jahres gewann Train of Hope: die zahlreichen freiwilligen HelferInnen von Train of Hope versorgten ankommende Flüchtlinge am Hauptbahnhof. PROSA – Projekt Schule für Alle! setzte sich mit Basisbildung und Pflichtschulkursen für MigrantInnen in der Kategorie Bildung & Soziales durch. Falter-Journalistin Nina Horaczek überzeugte die MigAward-Jury mit ihren Publikationen und freut sich über den Preis in der Kategorie Medien. In der Kategorie Wirtschaft & Arbeit ging das Team von RefugeesWork.at, das legale Arbeitsmöglichkeiten für Flüchtlinge vermittelt, als Sieger hervor. Den Negativpreis „Sackgasse 2016“ erhielt Außen- und Integrationsminister Sebastian Kurz für seinen harten Kurs in der Flüchtlingspolitik.

Vielfältiges Programm vom 11.-22. Mai

Das Programm der heurigen Wiener Integrationswoche umfasste ein rekordverdächtiges Angebot an Veranstaltungen zu den Themen Mehrsprachigkeit, Zusammenleben und Partizipation. Eine Führung durch die Synagoge, eine Gay Balkan Disko, Vernissagen, eine Diskussion über Gender & Diversity, Theateraufführungen für Kinder, ein interkulturelles Frühstück, Filmvorführungen und Business-Workshops in verschiedenen Sprachen waren nur ein Bruchteil des Angebotes der „6. Wiener Integrationswoche“.

„Die Veranstaltungsreihe ist die perfekte Gelegenheit, die Vielfalt unserer Stadt besser kennenzulernen, Vorurteile abzubauen, Filme, Musik, Theater, Ausstellungen, Diskussionen, Sprachen und vieles mehr gemeinsam zu genießen. Unter den Programmpunkten ist sicherlich für jeden Geschmack und ‚Hintergrund‘ etwas dabei“, betont Dino Šoše.

Sponsoren und Medienpartner

Die „6.Wiener Integrationswoche“ wurde unterstützt von AK Wien, AMS Wien, MA 17, NEOS, SPÖ Wien,  VHS Wien, waff, Wiener Linien und Wirtschaftsagentur Wien. Medienpartner waren BUM, bz-Wiener Bezirkszeitung, Der Standard, Okto, vienna.at und Wiener Vielfalt.

Gemeinsam mit insgesamt über 100 Kooperationspartnern, Sponsoren und Medienpartnern zeigten die Organisatoren von BUM MEDIA auch heuer wieder, dass Vielfalt und Wien unzertrennlich sind.

Falls auch Sie als Kooperationspartner an der nächsten Wiener Integrationswoche (Mai 2017) teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Anfrage bitte an office@integrationswoche.at

Podijeli:

O autoru

Ostavi komentar


7 × = 28