Profi-Schifahrerin Sabrina Simader: „Sport bringt Menschen über die Grenzen zusammen!“

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Als erste Kenianerin, die an alpinen Schiweltmeisterschaften teilgenommen hat, geht Sabrina Wanjiku Simader bei den Olypmischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang für Kenia an den Start. Sie wurde bei den „African Women in Europe Awards 2017“ zur Sportlerin des Jahres gewählt und gilt als Exotin. Doch diesen Begriff hört Sabrina nicht gerne. Für sie zählt Leistung. Beim „Meet & Greet“ ihres Sponsors Western Union spricht sie über ihre Ziele und wer ihr Rückhalt gibt.

Wenn man mit Sabrina redet, bemerkt man sofort ihre enge, persönliche Bindung zu Österreich, aber auch zu Kenia:  Ab und zu macht sich ein breiter Dialekt bemerkbar. Kein Wunder, denn sie zog im Alter von drei Jahren ins Mühlviertel und lernte am väterlichen Schilift das Schifahren. Gleichzeitig erzählt die Sportlerin, dass ihr kenianischer Großvater glaubt, er müsse  Englisch mit ihr am Telefon sprechen, obwohl die 19-Jährige ausgezeichnet Kikuyu und Suaheli kann. „Ich bin Teil einer globalen Gemeinschaft von Menschen, die sich als WeltbürgerInnen bezeichnen“, sagt sie und hat mit Western Union, als weltweit agierendes Unternehmen, einen maßgeschneiderten Sponsor gefunden. „Sport bringt Menschen über die Grenzen zusammen“, bemerkt die Schifahrerin, deren Traum es ist, als schnellste kenianische Wintersportlerin aller Zeiten in die Geschichte einzugehen. „Als junge  Sportlerin einen Sponsor zu finden ist eine Herausforderung, aber notwendig, um an professionellen Wettkämpfen teilnehmen zu können. Ich bin stolz und dankbar für diese Unterstützung, auch vom Team und natürlich von meiner Mutter und meiner Familie!“

Support bekommt Sabrina zusätzlich vom kenianischen Botschafter S. E. Michael Oyugi, welcher selbst schon am Semmering auf der Piste stand. „Ich versuche Schi zu fahren, falle aber immer wieder hin“, meint dieser mit einem Augenzwinkern beim „Meet und Greet“. Sabrinas Tipp: „Am Anfang einfach nur die Balance halten. Schritt für Schritt und Spaß daran haben, dann klappt das schon!“

Die Schiläuferin möchte als nächste bei den FIS-Rennen in ihren besten Disziplinen Super G und Riesentorlauf aufholen, um dann bei den Olympischen Winterspielen im Februar 2018 das Beste aus sich heraus zu holen. Dafür trainiert sie konsequent, zusammen mit Trainer Christian Reif: „Das tollste Gefühl ist es, oben am Start zu stehen und den Adrenalinschub vor dem Rennen zu spüren“, freut sie sich auf die nächsten Wettkämpfe. Ihr Markenzeichen ist übrigens der Schneeleopard, aufgrund seiner Schnelligkeit und Agilität im Schnee.

 

Foto: presse.skills.at

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